Error
  • JFolder: :files: Path is not a folder. Path: /var/www/vhosts/creaclic.de/northcoastpost.de/images/PragAhoi
Notice
  • There was a problem rendering your image gallery. Please make sure that the folder you are using in the Simple Image Gallery plugin tags exists and contains valid image files. The plugin could not locate the folder: images/PragAhoi
Prag Ahoi

Geschichtskurse des LIG zu Besuch in der goldenen Stadt

„ Wir fahren nach Prag“ hieß es vor bereits einem Jahr, jedoch war die Stimmung eher zurückhaltend in Anbetracht der Tatsache, dass andere Kurse ihre Studienfahrten in weit aus sonnigere Gegenden antraten. Als dann auch noch bekannt wurde, dass mitdem krankheitsbedingten Ausfall von Frau Schulz die Organisation dieser Reise stark in Frage zu stellen war und der Jahrgang Mitglieder der Kurse schon als „Verschüttete aus Prag“ titulierte , rechneten alle mit dem totalen Chaos. Doch erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt

 

Tag 1…

…begann damit, dass sich die gesamte Mannschaft um 5:50 Uhr am Bahnhof von Cuxhaven versammelte und noch halb im Schlaf die knapp 12 Stündige Fahrt in Richtung Osten antrat, mit Zwischenhalten in Hamburg und Berlin.Zerknautscht und immer noch müde wurden die Schüler, die von Herrn Hohmeister und Frau Römer begleitet wurden, von den Reiseveranstaltern in Empfang genommen und sicher zum Hotel geleitet, während schon einmal die ersten Eindrücke entstanden: „McDonalds, Zivilisation!“

Nach dem üblichen hin und her der Zimmereinteilung machte sich die Gruppe dann auf den Weg zu ihrem ersten Programmpunkt. Die „Geistertour“ begann an der astronomischen Uhr in der Altstadt Prags. Zu jeder vollen Stunde beginnt dort vor den Augen zahlreicher Schaulustiger ein 35 Sekunden dauerndes Schauspiel mit biblischen Figuren. Die Stadtrundfüherin gab sich sichtlich Mühe dabei im strömenden Regen von den vielen Legenden rund um die aus dem 14.Jahrhundert stammenden Uhr zu erzählen. Bedauerlicherweise kam einiges zu kurz, da es rund um den Altstädter Ring so vieles zu berichten gab und das Wetter nicht mitspielte. So endete der erste Tag der Kursfahrt relativ früh.

Am 2. Tag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück dann so richtig los. Endlich sahen die Schüler und Begleiter die Stadt bei Tageslicht und strahlendem Sonnenschein. Das gute Wetter wurde genutzt, um den „Hradschin“, ein Burgberg an dem die Stadtgeschichte Prags begann,unter Fachleitung zu erkunden. Für den ersten Aufreger des Tages sorgte eine Schülerin, die vergessen hatte ihr Busticket abstempeln zu lassen und von einem besonders schlecht gelaunten tschechischen Kontrolleur in die Mangel genommen wurde. Allen Flehen zum Trotz musste sie für dieses „Vergehen“ umgerechnet 30 Euro blechen, was uns allen eine Lehre wurde.

Die am linken Ufer der Moldau befindliche Prager Burg sorgte für viele „Ah’s und Oh’s“, da das stattliche und imposante Gebäude mit allerlei Prunk und Verzierungen als eigentlicher Höhepunkt der Tour stand. Auch der berühmte Veits Dom, in dem die damaligen Herrscher der Stadt gekrönt wurden, wurde von den Schülern bestaunt. Als krasser Gegensatz dazu bildete der Besuch im „goldenen Gässchen“, mit seinen winzigen Häuschen in dem man allerlei Souvenirs und Selbstgemachten erwerben kann,den Abschluss dieser gelungenen Führung.

Im Anschluss daran hatten die Schüler erst einmal Freigang. Dieser wurde dazu genutzt, um Geld zu wechseln. Ein Euro sind umgerechnet 24 tschechische Kronen. Bei der Menge an Geld die eingetauscht wurde ist es verständlich, dass einen die 500 Kronen Scheine anfangs noch etwas verwirrten.Ein Teil des eingetauschten Geldes wurde sogleich dafür genutzt, um den Mittagshunger zu stillen. Erst am Abend ging das offizielle Programm mit einer Schiffsrundfahrt auf der Moldau weiter. Bei gutem Essen und Akordeonklängen schuckelten die Schüler über den berühmten Fluss, der im Laufe der Geschichte vielfältig geehrt wurde. Am bekanntesten ist hier die Komposition Smetanas zu erwähnen, die vielen Schülern im Laufe ihrer Schulkariere schon untergekommen war. So endete der zweite Tag in Prag mit vielen gewonnenen Eindrücken.

An Tag 3 ging es darum, sich mit den ernsten Seiten des Lebens zu befassen und Geschichtskenntnisse zu erweitern. Mit einem Besuch im KZ Theresienstadt wurden den Schülern bereits im Unterricht erarbeitete Inhalte vermittelt, doch natürlich war es noch einmal ein ganz anderes Pflaster selbst an einem Ort solchen Grauens zu sein. Bevor das KZ besichtigt wurde, hatten die Schüler Gelegenheit sich in einem Museum die Geschichte zum ehemaligen Ghetto Theresienstadt vor Augen zu führen. Dann ging es weiter in den angsteinflößenden Haftungskomplex wo sie den bekannten „Arbeit macht frei“- Bogen passierten. Jeder der Anwesenden wusste, welche Taten sich hier während er NS Herrschaftszeit hier abgespielt hatten, doch trotzdem war es einfach unfassbar mit eigenen Augen die Umgebung zu sehen, in der so viele Menschen zu Tode gekommen waren. Theresienstadt spiegelte die Hoffnungslosigkeit und das Grauen der Inhaftiertengnadenlos wieder, sodass die Stimmung der Besucher deutlich gedrückt war. Mit ernster Miene durchlebten die Schüler noch einmal das „Leben“, beziehungsweise das Sterben der Juden und anderen Inhaftierten, die nicht dem Idealbild des NS Regimes entsprachen und deswegen im KZ gequält wurden. Zum größten Teil waren es vor allem Tschechen, aber auch Deutsche Juden, die in Theresienstadt den Tod fanden. Einekompetente Fachleiterin führte auch diesmal die Schüler an und erklärte und berichtete auf Deutsch von der Geschichte des KZ Theresienstadt. Im Anschluss an diese bewegende Führung wurde dann noch ein schwarz weiß Film gezeigt, wodurch die Stimmung in der Gruppe noch deutlich nachdenklicher wurde.

Am frühen Nachmittag fuhr die Gruppe dann mit dem Bus wieder ins bunte Prag und erholte sich von dem Emotionen Aufreibenden Tag. Der Abend wurde gemeinsam in einem gemütlichen Bierlokal ausgeklungen.

Tag 4 bestand im Wesentlichen dadurch, dass die Schüler in Kleingruppen mittels einer Rally durch die Innenstadt von Prag gehetzt wurden. Diese führte zum Beispiel zur legendären Karlsbrücke, einer der ältesten und schönsten Steinbrücken Europas, die damals als einzige Verbindung über die Moldau war und Prags Aufstieg als internationale Handelsstadt mitbegründete. Heute finden sich dort zahlreiche Porträtzeichner und Karikaturisten und so war eine Aufgabe der Rally die Karikatur eines Lehrers zu malen. Doch nicht jeder nahm die teilweise albernen Fragen besonders ernst und so gestaltete sich der Vormittag damit, dass man auf eigene Faust die Stadt erkundete und die zahlreichen Läden ausprobierte. Beliebt war vor allem das große Einkaufscenter „Palladium“, welchen mit seinen unzähligen Geschäften nicht nur bei den Tschechen hoch im Kurs war.

Nachmittags trafen sich dann alle, nachdem sie mittels Karten durch die Stadt geeilt waren, in der der größten Brauerei Prags, dem „Staropramen“. Besonders gespannt waren alle schon auf die Bierverkostung am Ende der Besichtigung. Nachdem die Kunst des Bierbrauens und die Einzigartigkeit des Staropramenbiers dargestellt wurden und dem Kurs bereits das Wasser aus dem Mund tropfte, war es dann endlich soweit. Man hatte die Auswahl zwischen vier verschiedenen Sorten, die alle besonders geschmackvoll waren. Den Weg zurück ins Hotel haben aber trotzdem alle noch gefunden.

Tag 5 war geprägt von der Stadtführung „samtene Revolution“, die durch Teile Prags führten, die prägend für Revolutionen waren. Um es gleich mal vorweg zu sagen war dies die Stadtrundführung, bei der sich die meisten am wenigstens konzentrieren konnten, was größtenteils am starken Akzent der kompetenten Stadtrundführerin lag. In den Köpfen geblieben ist jedenfalls der „Wenzelsplatz“ als Schauplatz bedeutender politischer Ereignisse auf dem sich im Jahr 1969 zwei Studenten aus Protest verbrannt haben. Gut 20 Jahre später war er Demonstrationspunkt im Kampf gegen das Kommunistische Regime. Nach der Führung gab es dann wieder Freigang. Interessiere hatten nachmittags die Möglichkeit sich entweder das kommunistische Museum anzusehen oder den Markt für illegale Fakes zu besuchen. Letzterer erinnerte an einen Basar auf dem unzählige meist asiatische Händel allerlei Schnickschnack (den eigentlich kein Mensch braucht) mit den Kunden ausfeilschen. Hier ist unbedingt darauf zu achten sein Portemonnaie immer im Auge zu behalten. Trotzdem wurde auf dem Markt so einiges (brauchbares?) erworben.

Tag 6 begann mal wieder mit einer Stadtführung, diesmal im jüdischen Viertel „Josefstadt“. Dabei besichtigten die Schülerviele verschiedene Synagogen, sowie den jüdischen Friedhof, der in den Augen der Schüler etwas unordentlich aussah, zumalals Besonderheit alle Grabsteine kreuz und quer stehen. Hierbei wurde den Schülern auch von Prags wohl berühmtester Legende erzählt: dem Golem. Die Legende besagt, dass derRabbiner Löw aus Lehm ein Geschöpf formte, welches durch einen Zettel mit Silben zum Leben erweckt wurde und den Bürgern Prags bei alltäglichen Arbeiten half. Außerdem diente die Figur laut Geschichten zum Schutze des jüdischen Ghettos.

Während der Stadtführung kam die Gruppe unter anderem noch am Denkmal des berühmtenSchriftsellers Franz Kafka vorbei, der im Deutschunterricht schon ausführlich behandelt wurde und daher eher kritisch beäugt wurde. Nach dem Besuch im jüdischen Stadtviertel war bis zum Abend wieder Pause. Dann ging es weiter mit einem Besuch im Schwarzlichttheater IMAGE, wo die Schauspieler auch ohne Worte zu verstehen waren. Durch den Einsatz von speziellem Licht und ausgefallenen Kostümen wurden Tänze aufgeführt, alles zum Hintergrund einer Safari Geschichte.

Nach dem Besuch im Theater ging es für freiwillige zusammen mit den Lehrern noch in einen Jazzclub, der für alle Anwesenden mal etwas Anderes war und auch wenn die Musik nicht jedermanns Geschmack hatte, war der Abend doch entspannend.

Der 7te Tag stand ganz im Zeichen der freien Verfügung. So hatten alle nochmal ausgiebig die Gelegenheit shoppen zu gehen, Souvenirs zu erwerben oder sonst wie durch die Straßen Prags zu wandern. Für Freiwillige ging es schon morgens in ein Kloster, jedoch wurde dieses Angebot kaum wahrgenommen, da die meisten lieber einmal ausschlafen wollten. Abschließend ging die gesamte Gruppe abends gemeinsam essen in einem traditionell böhmischen Restaurant.

Tag 8 diente allein dem langen Rückweg nach Cuxhaven und nach 12 Stunden und einer gefühlten Ewigkeit kamen alle gesund und munter wieder in der Heimat an. Mit dem guten Gewissen, dass sie durch die vielen Einkäufe die tschechische Wirtschaft wohl angekurbelt hatten ließ sich auch verschmerzen, dass so viel Geld in Prag geblieben war. An dieser Stelle noch einmal Danke an Herrn Hohmeister und Frau Römer, mit denen diese Kursfahrt etwas ganz Besonderes wurde!

 

Marie Zoufahl

{gallery}PragAhoi{/gallery}

 

 

 

Trotz allem - Ich lebe!

-Im Rahmen der interkulturellen Woche präsentieren 4 Flüchtlingsfrauen ihre Kunst im Rathaus

Cuxhaven, 24.09.12

Die heilende und stärkende Kraft von Malerei gilt seit jeher als unbestritten. Deswegen entschlossen sich vier Flüchtlingsfrauen aus dem Iran, dem kurdischen Gebiet der Türkei und dem Kosovo dazu, ihre Traumatischen Erlebnisse in Bildern zu verarbeiten.

 

Ein Adler im Hühnerstall

 

 

Ghanaischer Kinderbuchautor Patrick Addai gibt bei seiner Lesung im KuBi Kindern einen Eindruck vom kulturellen Miteinander

"Worte sind schön, Hühner legen Eier", verkündete er lächelnd, als er im traditionellen afrikanischen Gewand vor das Publikum trat und rhythmisch auf seine Trommel schlug, während der ganze Saal begeistert mit klatschte. Die Rede ist vom preisgekrönten ghanaischen Autor und Schauspieler Patrik Addai der im Rahmen des vom Bund geförderten Programmes TFKS zurzeit Lesungen in  Cuxhaven abhält und am letzten Mittwoch Klein und Groß im KuBi begeistern konnte.

Adinkra - Lesungen und Workshops zur Völkerverständigung

… es ist wieder so weit: am 23.06.2012 reist der ghanaische, mehrfach international ausgezeichnete Autor und Interkulturpreisträger Patrick Addai wieder in Cuxhaven ein. Nachdem im vergangenen Jahr im März zahlreiche Kinder und Erwachsene gebannt seinen Lesungen gefolgt waren und mitgetanzt, geklatscht und gesungen hatten, wurde der Wunsch laut, ihn erneut nach Cuxhaven einzuladen.

 

Joomla! Debug Console