Jacqueline van Maarsen erzählt über ihre Freundschaft zu Anne Frank

Anne Frank war ein ganz normales Mädchen. Ihre Träume, Konflikte und Ängste aber auch kleine Freuden beschrieb sie in Ihrem Tagebuch. Trotz ihrer schwierigen Situation im Versteck war ihr Innenleben gar nicht so anders wie das eines heutigen Jugendlichen. Wir entdecken Parallelen zu uns, können uns mit ihr identifizieren und entwickeln im Laufe der Lektüre ihres Tagebuches eine Beziehung zu ihr und sind umso betroffener sind wir von ihrem Schicksal.

 

 

Wahrscheinlich ist es ein Selbstschutzmechanismus der Menschen: Grausamkeiten, die in fernen Ländern oder in der Vergangenheit passieren oder passiert sind, berühren und bewegen uns zwar, häufig bleiben diese Vorgänge jedoch auf einer abstrakten Ebene. Erst wenn wir uns mit den Betroffenen identifizieren können, fällt es uns leichter, das Geschehene ansatzweise nachzufühlen.

Dieser Ansicht ist auch die Zeitzeugin Jacqueline van Maarsen, eine der besten Freundin Anne Franks. Am 06. November berichtete sie, parallel zur Eröffnung der Anne Frank Ausstellung im Abendroth Gymnasiumum, aus ihren Erinnerungen an die Zeit mit Anne Frank . „Ich habe lange darüber geschwiegen, dass ich die beste Freundin Anne Franks war. Den Anne-Frank Kult hatte ich immer mit gemischten Gefühlen beobachtet. Irgendwann habe ich aber erkannt, dass ich der Geschichte der Anne Frank Authentizität verleihen kann, indem ich über unsere Freundschaft und die damaligen Umstände erzähle.“ berichtet van Maarsen.

Sie waren unzertrennlich und durch viele kleine Geheimnisse miteinander verbunden. Bis das Grauen des Nazi-Regimes die beiden auseinander riss: Jacqueline van Maarsen, die in Anne Franks berühmten Tagebuch als 'Jopie' Eingang gefunden hat, wurde 1929 in Amsterdam geboren. Ihr Vater war ein holländisch-jüdischer Geschäftsmann, ihre Mutter kam aus Frankreich und war katholisch. Jacqueline lernte Anne Frank auf der jüdischen Oberschule kennen. Vom ersten Tag an waren die beiden unzertrennliche Freundinnen.

Besonders berührt war das Publikum, als Jacqueline eine Satz aus dem Abschiedsbrief vorlas: "Liebe Jacqueline, ich hoffe dass wir, bis wir uns wiedersehen, immer 'beste' Freundinnen bleiben" Doch die Freundinnen sollten sich nicht mehr wiedersehen. Während Anne Frank im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, konnte Jacquelines Mutter ihr Leben und das ihrer Kinder retten. Es gelang ihr die Nazis davon zu überzeugen, dass sie keine geborene Jüdin war. Folglich durfte Jacqueline und die anderen Mitglieder der Familie den gelben Stern von ihrer Kleidung entfernen.

Vor einigen Jahren hat van Maarsen ihre Memoiren veröffentlicht. Sie sind in Deutschland im Fischer Verlag unter den Titeln „Ich heiße Anne, sagte sie, Anne Frank“ und „Die Erbschaft“ erschienen. Nun hat sie diese Bücher auch für Jungendliche bearbeitet. Anfang 2013 wird dieses Buch im Fischer Verlag unter dem Titel „Deine beste Freundin Anne Frank“ erscheinen.

 

 

Trotz allem - Ich lebe!

-Im Rahmen der interkulturellen Woche präsentieren 4 Flüchtlingsfrauen ihre Kunst im Rathaus

Cuxhaven, 24.09.12

Die heilende und stärkende Kraft von Malerei gilt seit jeher als unbestritten. Deswegen entschlossen sich vier Flüchtlingsfrauen aus dem Iran, dem kurdischen Gebiet der Türkei und dem Kosovo dazu, ihre Traumatischen Erlebnisse in Bildern zu verarbeiten.

 

Ein Adler im Hühnerstall

 

 

Ghanaischer Kinderbuchautor Patrick Addai gibt bei seiner Lesung im KuBi Kindern einen Eindruck vom kulturellen Miteinander

"Worte sind schön, Hühner legen Eier", verkündete er lächelnd, als er im traditionellen afrikanischen Gewand vor das Publikum trat und rhythmisch auf seine Trommel schlug, während der ganze Saal begeistert mit klatschte. Die Rede ist vom preisgekrönten ghanaischen Autor und Schauspieler Patrik Addai der im Rahmen des vom Bund geförderten Programmes TFKS zurzeit Lesungen in  Cuxhaven abhält und am letzten Mittwoch Klein und Groß im KuBi begeistern konnte.

Adinkra - Lesungen und Workshops zur Völkerverständigung

… es ist wieder so weit: am 23.06.2012 reist der ghanaische, mehrfach international ausgezeichnete Autor und Interkulturpreisträger Patrick Addai wieder in Cuxhaven ein. Nachdem im vergangenen Jahr im März zahlreiche Kinder und Erwachsene gebannt seinen Lesungen gefolgt waren und mitgetanzt, geklatscht und gesungen hatten, wurde der Wunsch laut, ihn erneut nach Cuxhaven einzuladen.

 

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